Reiseinformationen

Das im Südwesten Afrikas gelegene Namibia ist etwa 10 Flugstunden von Deutschland entfernt. Im Sommer gehört Namibia zur Mitteleuropäischen Zeitzone. Im Winter gehen die Uhren hier im Vergleich zu Deutschland eine Stunde vor.
Einreise
Bürger von EU-Mitgliedsstaaten und der Schweiz können für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen Dauer visafrei nach Namibia einreisen. Sie benötigen jedoch einen Reisepass. Dieser muss nach Abschluss der Reise noch mindestens 6 Monate gültig sein und über mindestens 2 freie Seiten verfügen. Bei der Einreise erhält man einen gebührenfreien Einreisestempel, den Visitors Entry Permit. Üblicherweise wird die Aufenthaltsgenehmigung nicht für die vollen 90 Tage erteilt, sondern lediglich für die Dauer des tatsächlich geplanten Aufenthalts. Um sicherzustellen, dass die Genehmigung auch die ausreichende Zahl an Tagen abdeckt, sollte man unmittelbar bei der Einreise kontrollieren, dass die benötigte Zahl an Tagen auch tatsächlich genehmigt wurde. Wird die genehmigte Aufenthaltsdauer überschritten, so drohen mitunter Haftstrafen. Sollte eine Verlängerung des Aufenthalts notwendig werden, so sollte man sich unverzüglich an das hierfür zuständige „Ministry of Home Affairs“ wenden.
Sprachen und Währung
Amtssprache ist Englisch. Am weitesten verbreitet ist jedoch Afrikaans, der Dialekt der deutsch-holländischen Siedler in Südafrika. Daneben werden auch lokale Dialekte gesprochen. In den Städten der ehemaligen deutschen Kolonie kann man sich mitunter auch noch problemlos auf Deutsch verständigen. Landeswährung ist der Namibia-Dollar.
Gesundheit
Das Auswärtige Amt empfiehlt bei Reisen nach Namibia einen Impfschutz gegen Hepatitis A. Bei Langzeitaufenthalten sollte man sich außerdem gegen Hepatitis B, Meningokokken (ACWY), Tollwut und Typhus schützen. Des weiteren rät das Auswärtige Amt zu einer Malariaprophylaxe, insbesondere bei Reisen entlang des Kawango und Kunene oder in den Caprivi-Streifen. Zum weiteren Schutz vor krankheitsübertragenden Stechmücken wird darüber hinaus empfohlen, körperbedeckende Kleidung zu tragen, in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel zu benutzen und unter einem Moskitonetz zu schlafen. Zum Schutz vor Durchfallerkrankungen sollte man nur Flaschenwasser trinken, auf keinen Fall jedoch Leitungswasser. Im Notfall sollte man das Wasser abkochen. Auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen sollte man Trinkwasser verwenden. Nahrungsmittel müssen gekocht, geschält oder desinfiziert werden. Darüber hinaus sollte man sich so häufig wie möglich die Hände waschen und dabei Einmalhandtücher verwenden.
Reisezeit
Bei Reisen nach Namibia sollte man berücksichtigen, dass auf der Südhalbkugel der Erde Winter ist, wenn wir Sommer haben und umgekehrt. Hochsommer ist in Namibia also entsprechend in den Monaten November bis Februar. Insbesondere in der Namib können die Temperaturen dann bis auf über 40 Grad Celsius steigen. Zugleich ist es die regenreichste Zeit im Land, in der die Flüsse anschwellen und sich für kurze Zeit eine grüne Flora bildet. Auf Grund der hohen Temperaturen ist es dann jedoch nur an der Küste sowie in den Höhenlagen (zum Beispiel Windhoek) erträglich. Die beste Reisezeit liegt dementsprechend in den Monaten April bis Juni, wenn es ganztägig angenehme Temperaturen hat (tagsüber durchschnittlich 25 Grad Celsius). Im Winter, also zwischen Juli und September können die Temperaturen nachts dagegen überraschend stark sinken.