Rügen, Usedom & Hiddensee

Bei Rügen handelt es sich um die größte deutsche Insel. Seine langen Sandstrände und der Nationalpark Jasmund mit den berühmten Kreidefelsen macht Rügen zu einem beliebten Urlaubsziel. Die schroff ins Meer fallenden, weißen Felsen inspirierten unter anderem den Maler Caspar David Friedrich. Der größte Kreidefelsen ist der 118 Meter hohe Königsstuhl. Hier findet man auch das Nationalpark-Zentrum, in dem eine große Ausstellung über das Naturschutzgebiet informiert. Ein nach den Entwürfen Schinkels erbauter Leuchtturm steht am Kap Arkona, einer 45 Meter in die Höhe ragenden Steilküste. Die Strandpromenade von Binz verströmt einen Hauch der Seebadatmosphäre vergangener Zeiten. Das Ostseebad Göhren mit seiner Bernsteinpromenade ist ein Familienurlaubsort. Reizvoll sind des Weiteren das Seebad Prora, das Jagdschloss Granitz und die klassizistische Fürstenresidenz Putbus.
Usedom
Schon im 19. Jahrhundert war Usedom Ziel von Urlaubern aus dem deutschen Großbürgertum. Kilometerlange Sandstrände, fabelhafte Wälder, Moore und Weideflächen locken Besucher zur Erholung in der Natur. Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin, die drei »Kaiserbäder«, sind für ihren Gründerjahr-Charme bekannt. Dank ihrer klassizistischen Gebäude, großen Sandstränden und historischen Seebrücken zählen sie zu den schönsten Seebädern der Ostküste. Doch wartet Usedom noch mit weiteren Seebädern auf, darunter unter anderem Karlshagen, Trassenheide, Zinnowitz, Zemplin, Koserow, Kölpinsee und Ückeritz. Das historische Peenemünde, reetgedeckte Fischerhäuser sowie schöne Lindenalleen locken in den Norden der Insel.
Hiddensee
Die fast unberührte Landschaft der autofreien Insel Hiddensee ist vielfältig und lockt infolge ihres Vogelreichtum insbesondere Freunde der Vogelwelt an. Neben drei Naturschutzgebieten gibt es auf der Insel auch noch eine Nationalparkschutzzone, die nicht betreten werden darf. Die Insel hat sich auch dank dieser Maßnahmen ihre Ursprünglichkeit bewahrt. In Grieben erwarten den Besucher ungepflasterte Wege, reetgedeckte Häuser und slawische Feldsteinmauern. Einem ehemaligen Zisterzienserkloster verdankt der Ort Kloster seinen Namen. Das Kloster selbst war vom 13. bis 16. Jahrhundert von Mönchen besiedelt, wurde jedoch im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Der Ort beherbergt heute das Heimatmuseum, die Inselkirche und das Hauptmann-Haus. Weiter südlich liegt Neuendorf. Da sich der ursprüngliche Charakter dieser Siedlung besonders gut erhalten hat, steht der Ort unter Denkmalschutz. In dem daneben gelegenen Vitten kann man auf »Hausmarken« stoßen. Hierbei handelt es sich um Eigentumskennzeichnungen vergleichbar eines Wappens, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.