Sehenswertes

Im Land der spuckenden Geysire und kochenden Schlammpfühle wartet eine nahezu unberührte Natur auf die Besucher. Wasserfälle, Gletscher, Fjorde und eine grün-schwarze Wüste vervollständigen das Bild der ungewöhnlichen Landschaft. Unter Wanderern gilt die Insel schon lange als Paradies.
Die größte Vulkaninsel der Welt liegt direkt auf der Grenze zweier Kontinentalplatten, die sich voneinander weg bewegen. Aufgrund der andauernden vulkanischen Aktivität wird die so entstehende Lücke permanent aufgefüllt und Island »wächst« weiter.
Ausritte auf dem Rücken der typischen Islandponys zählen unter Besuchern zu den beliebtesten Unternehmungen, aber auch Baden in geothermisch beheizten Schwimmbädern und Zelten in der Natur erfreuen sich großer Beliebtheit. Wintersport-Aktivitäten gewinnen seit einigen Jahren zunehmend an Bedeutung, ebenso die entlang der Südküste angebotenen Whale-Watching-Touren.
Zahlreiche Besucher werden auch von Naturphänomen wie Polarlichtern, der Polarnacht und der Mitternachtssonne angelockt. Letztere kann im Juni vor allem im Norden Islands erfahren werden, wobei Sommernächte in Island generell hell sind. Im Winter hingegen wird es nur wenige Stunden hell, was man bei der Urlaubsplanung bedenken sollte.
Über 200 Vogelarten sind auf Island heimisch. Daneben können auch Rentiere oder Polarfüchse beobachtet werden. Nahezu überall begegnet man Pferden und großen Schafherden, was daran liegt, dass die Viehzucht, neben Tourismus und Fischerei, einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Insel ist.
Reykjavík
Die Einwohner des am dünnsten besiedelten Landes Europas konzentrieren sich hauptsächlich in der Küstenregion. Etwa vier Fünftel der Insel gelten als unbewohnt. Alleine in der direkten Umgebung der Hauptstadt Reykjavík lebt mehr als die Hälfte der gesamten isländischen Bevölkerung. Nicht zuletzt deshalb gilt die Stadt als lebendig. Aber auch die Feiern der jungen Isländer, welche am Wochenende durch die Straßen ziehen, gelten als typisch für die Stadt.
Hallgrímskirkja gilt als Wahrzeichen der Stadt. Der 73 Meter hohe Turm der Kirche thront auf einem Hügel oberhalb der Stadt. Auch Perlan, der Warmwasserspeicher, welcher Gebäude der Stadt versorgt und im Winter die beheizbaren Gehwege eisfrei hält, ist schon von weitem zu erkennen. Von der Dachterrasse auf den Wassertanks kann man einen wunderschönen Blick über Reykjavík erhaschen.
Zu den bekanntesten Touristenattraktionen gehört jedoch die Blaue Lagune etwa 40 Kilometer außerhalb der Stadt. Das Naturbad wird als Thermalfreibad genutzt. Im bläulich-milchigen Wasser, das zwischen 37 und 42°C warm ist, kann man richtig entspannen. Zusätzlich kann ein Bad in der Blauen Lagune nachweislich einige Hautkrankheiten lindern, was an den gelösten Mineralien im Wasser liegt.
Kultur
Die lange Geschichte Islands von der ersten Besiedlung bis in die heutige Zeit kann in einem der zahlreichen Museen des Landes nachvollzogen werden. Aber auch Kunst und Kunsthandwerk kommen in den Ausstellungen nicht zu kurz.
Zur Kultur der Isländer gehört auch, dass viele Einwohner von der Existenz fabelhafter Wesen überzeugt sind. Verärgere man Elfen oder Trolle, so solle man seines Lebens nicht mehr froh werden, so die weit verbreitete Annahme. Eventuell handelte es sich bei den ursprünglichen Erzählungen um eine Ausdrucksform, mit der die Isländer ihren Respekt vor der Natur ausdrücken wollten.