Bus und PKW

Das Straßennetz Italiens erstreckt sich über eine Länge von mehr als 300.000 Kilometern. 6.000 Kilometer hiervon sind Autobahn. In nahezu allen Fällen muss für das Befahren von Autobahnen eine Maut entrichtet werden. Ausnahmen gelten für die Strecken von Salerno nach Reggio Calabria und von Palermo nach Catania und Mazara del Vallo. Hinsichtlich des Mautsystems unterscheidet man ein geschlossenes und ein offenes System. In ersterem – dem häufigeren – Falle orientiert sich die Höhe der Mautgebühr an der Länge der Strecke. Bei der Einfahrt zieht man eine Karte. Bei der Bezahlung wird zunächst das Ticket und dann die, bei den ADAC-Geschäftsstellen erhältliche, Viacard in den Automaten eingeführt. Bei dem offenen System entrichtet man einen Pauschalbetrag. In diesem Fall kann bar, mit gängigen Kreditkarten, der ec-/Maestro- oder der Viacard gezahlt werden. Die einfachste Zahlweise ist der Telepass.
Tankstellen schließen häufig über die Mittagszeit (zwischen 12:00 und 15:00 Uhr). Aus diesem Grund sollte man sich schon vorab über die Öffnungszeiten der regionalen Tankstellen informieren. An fast jeder Tankstelle ist bleifreies Benzin erhältlich.
Die Auslands-Notrufstation des ADAC bietet dessen Mitgliedern sowie Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Unterstützung hinsichtlich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- und Krankenrücktransport. Die Notrufstation ist 24 Stunden am Tag besetzt.

Auslands-Notrufstation des ADAC

Tel.: +49 892 222 22
Homepage: www.adac.de
Zusätzliche Informationen in Bezug auf das italienische Straßennetz erhalten sie von der Società Autostrade.
Zwischen Ortschaften und Städten verkehren Langstreckenbusse. Insgesamt ist das regionale Busliniennetz sehr gut ausgebaut. Dennoch ist es ratsam, Informationen über die Fahrpläne einzuholen. In abgelegeneren Regionen kann es vorkommen, dass die Busse nur früh am Morgen und abends fahren. An Sonntagen ist der Busverkehr teilweise deutlich reduziert.
In nahezu allen Städten gibt es nationale und internationale Mietwagenfirmen. Die lokalen Verleiher bieten dabei üblicherweise günstigere Preise. Viele Firmen sind mit Schaltern oder Ständen in Flughäfen oder größeren Hotels vertreten.
Hinsichtlich der mitzuführenden Unterlagen gilt für Angehörige der Mitgliedsstaaten der EU bzw. der EFTA das Autokennzeichen als Versicherungsnachweis. Um auf Nummer sicher zu gehen, wird jedoch empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mit sich zu führen. Ansonsten herrscht der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Fahrzeugpapiere sind mitzuführen. Ist der Fahrer nicht Eigentümer des Automobils, so muss er im Besitz einer entsprechenden Benutzungsvollmacht sein.
Grundsätzlich sind der deutsche (der österreichische, der schweizerische) Führerschein bzw. der EU-Führerschein sowie die deutsche Zulassung ausreichend. Die vorübergehende Einfuhr von Motorrädern ist ohne spezielle Zollformalitäten möglich. Für Motorräder über 49 cm³ wird ein (Motorrad)Führerschein benötigt. Mopedfahrer, die jünger als 18 Jahre sind, müssen im Besitz eines Führerscheins für Leichtkrafträder sein.