Orvieto, Todi & Spoleto

Im Westen Umbriens liegt das Städtchen Orvieto. Auf einem Tuffsteinplateau gelegen, erhebt es sich über das umbrische Paglia-Tal. Die Stadt beherbergt zahlreiche Hinterlassenschaften der Etrusker in Form von Gebäuden und Denkmälern. Ein brillantes Zeugnis etruskischer Technik ist beispielsweise der Pozzo della Cava.
Ebenfalls von diesem Volk stammen die in den Fels gehauene Porta Maggiore und die antiken Nekropolen, von denen die aus dem 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. stammende »Crocifisso del Tufo« die beeindruckendste ist. Aus späterer Zeit stammt unter anderem der mit Marmor verkleidete gotische Dom. Im 13. Jahrhundert wurde mit dem Bau begonnen, erst im 17. Jahrhundert wurde er fertiggestellt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Palazzo Papale und der Palazzo del Popolo. Beide stammen aus dem 13. Jahrhundert. Letzterer ist heute das Kongresshaus der Stadt.
Todi
Weiter im Osten liegt Todi. Der Ort bietet eine wunderbare Ausblick über das Tal des Tibers. Der schöne mittelalterliche Platz der Stadt wird von einigen historischen Gebäuden gesäumt. Zu diesen gehören unter anderem die aus dem 13. Jahrhundert stammenden Palazzi del Popolo, del Capitano und die Priori sowie die Kathedrale.
Spoleto
Noch weiter im Osten liegt Spoleto, das sich hier, im Spoletana-Tal malerisch über einen Hügelrücken erstreckt. Im Mittelalter war die Stadt das Zentrum eines mittelitalienischen Herzogtums. Doch reicht Spoletos Geschichte noch weiter. So gehört zu der Stadt ein römisches Theater aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. Heute findet hier alljährlich das 2 Wochen dauernde Festival die Due Mondi statt, das ein breites Angebot an Musik, Theater und Tanz bietet. Ein weiteres Zeugnis aus römischer zeit ist der Drususbogen aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Erst aus dem Mittelalter stammt die imposante Ponte delle Torri. Das mächtige Aquädukt überspannt östlich der Altstadt das Tessino-Tal. Überragt wird die Stadt von der Burganlage Rocca Albornoziana, die noch bis in die 80er Jahre als Gefängnis genutzt wurde.