Essen & Trinken

Die Küche Andalusiens ist noch von maurischer Zeit geprägt. Dies zeigt sich vor allem in der Verwendung von Gewürzen wie Kreuzkümmel, Safran, Zimt und Muskatnuss.
Bekannt ist die Region vor allem für frittierten Fisch, Meeresfrüchte, luftgetrockneten Schinken, Eierspeisen oder auch Gazpachos – kalte Suppen. Hier gilt die Córdobeser Variante als ganz besonders schmackhaft: die Salmorejo, eine dicke Suppe mit reichlich Schinken und Ei.
Ein typisches Gericht findet sich auch im Cocido Andaluz, einem Eintopf, der aus Kartoffeln, Fleischstücken, Kichererbsen und anderem Gemüse besteht.
Die drei Pfeiler der andalusischen Küche sind Olivenöl, Knoblauch und Brot. Aus ihnen lässt sich beispielsweise das beliebte Gericht Migas brutzeln: Altbackenes Brot wird zerrupft, eingeweicht und mit Knoblauch und Speck in einer Pfanne geröstet.
Natürlich sind auch die über die Landesgrenzen hinaus bekannten Tapas in Andalusien weit verbreitet.
Sherry

Andalusien ist ferner für seinen Sherry bekannt, der aus dem sogenannte Sherry-Dreieck in der Provinz Cadíz stammt. Dieses Dreieck wird aus den Städten Jerez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa María gebildet. Für die ausgezeichnete Qualität des Sherrys ist das optimale Zusammenwirken der hiesigen Kalkböden mit dem milden Atlantikklima verantwortlich.
In erster Linie werden die Rebsorten
  • Palomino
  • Pedro Ximénez
  • Moscatel
angebaut. Während letztere beiden vor allem für die Herstellung süßerer Weine verwendet werden, werden die Palomino-Trauben für die besten Finos gezogen. Der Fino – der typischste unter allen Sherrys – ist ein hellgelber, säuerlicher und trockener Wein. Eine Variante des Finos ist der Amontillado, er ist etwas älter, weicher, ebenfalls trocken und bernsteinfarben.