Sehenswertes

Ägypten – die legendäre Heimat Kleopatras gleicht mit der Vielzahl an architektonischen Wunderwerken einem gewaltigen Freilicht-Museum, in dem man in längst vergangene Jahrtausende regelrecht eintauchen kann. Hier kann man nicht nur eine der ältesten Hochkulturen der Menschheitsgeschichte kennenlernen, sondern auch auf biblischem Boden wandeln und selbst Griechen und Römer haben hier ihren noch heute wahrnehmbaren Fußabdruck hinterlassen. Neben einem unerschöpflichen Reservoir an Kultur bietet Ägypten aber natürlich auch Badeurlaubern optimale Bedingungen und auch wer einen Abstecher in die nordafrikanische Wüste machen möchte, ist hier genau richtig.
Kultur
Auf Schritt und Tritt stößt man im Land der Pharaonen auf historische Stätten. Berühmt sind natürlich die Pyramiden von Giseh, die Grabstätten der 3 Pharaonen Cheops, Chephren und Menkaure. Hier findet man auch die sagenumwobene Sphinx. Nur einen Katzensprung von hier entfernt steht die gewaltige Statue Pharao Ramses II., unter dessen Herrschaft nach der Meinung mancher Historiker, der Auszug des Volkes Israel aus Ägypten stattgefunden haben soll. In Memphis steht eine weitere Sphinx, die Nekropole von Sakkara beherbergt unter anderem das Serapeum, die Grabstätte für die heiligen Apis-Stiere, und die Stufenpyramide des Pharaos Djoser. Weitere Grabstätten finden sich im etwas südlich gelegenen El Faijum und in den Sümpfen von Tanis.
Folgt man dem Nil nach Süden, so gelangt man schließlich zu der etwas im Landesinneren gelegenen Pharaonenstadt Theben. Auf dem linken Nilufer befinden sich derweil die Tempelanlage von Karnak und der berühmte Luxor-Tempel. Auf dem rechten Flussufer erreicht man nun die Memnonkolosse. Vom Hatschepsut-Tempel in Der el-Bahari geht es nun hinein in das Tal der Könige und das Tal der Königinnen. In ersterem befinden sich die Grabstätten der Pharaonen des Neuen Reiches. Hier wurde auch der Schatz des Tutanchamun entdeckt.
Es folgen der Horus-Tempel von Edfu und der Tempel von Kom Ombo, der neben dem Falkengott Horus auch dem Krokodilgott Sobek geweiht ist. Beim Assuan-Staudamm kann man auf der Insel Philae den Isis-Tempel und auf Elephantine den Chnumtempel besichtigen. Etwas nördlich von Assuan liegt St. Simeon. Das koptische Kloster aus dem 6. Jahrhundert erinnert daran, dass Ägypten Jahrhunderte lang ein christliches Land war, ehe der Einfall der Araber dem ein Ende setzte. Ein weiteres Zeugnis des christlichen Ägypten befindet sich auf der Halbinsel Sinai. Auf dem gleichnamigen Berg liegt hier das Katharinenkloster, eine byzantinische Gründung aus dem 6. Jahrhundert, das neben orthodoxen Ikonen auch Zeugnisse des Moses beherbergt.
Verlässt man bei Assuan den Nil etwas in nordwestlicher Richtung, so gelangt man alsbald in die Oase Kharga. Hier finden sich Überreste aus der Römerzeit (Befestigungsanlagen, Tempel). Hält man sich in Assuan in südlicher Richtung, so gelangt man schließlich zu dem auf dem westlichen Nilufer gelegenen Abu Simbel mit dem Felsentempel von Ramses II. und Nefertari.
Eine für ägyptische Verhältnisse junge Stadt ist Kairo. Erste Siedlungen hier gehen zwar bis auf die Römerzeit zurück, zu einer Stadt wurde die heutige ägyptische Megastadt jedoch erst in arabisch-muslimischer Zeit. Heute beherbergt die Hauptstadt Ägyptens bedeutende Museen, so das Ägyptische Museum, in welchem man den Schatz des Tutanchamun besichtigen kann, das Koptische Museum und ein Museum der islamischen Kunst. Manches Bauwerk zeugt darüber hinaus von der christlichen Vergangenheit des Landes, so beispielsweise die Kirche St. Sergius, an deren Stelle einst die Heilige Familie Zuflucht vor König Herodes gesucht haben soll.
Wesentlich älteren Ursprungs ist Alexandria. Die von keinem geringeren als Alexander dem Großen gegründete Stadt war einst nach Rom die bedeutendste Stadt des gesamten Mittelmeerraums, ein multikultureller Schmelztiegel und die inoffizielle Hauptstadt der Wissenschaften. Heute versucht die Stadt unter anderem mit der Bibliotheca Alexandria und dem Griechisch-Römischen Museum an diese glorreiche Vergangenheit anzuknüpfen. Die großartigsten Zeugnisse jener Zeit – der Leuchtturm von Pharos, immerhin eines der 7 Weltwunder, die einzigartige alte Bibliothek von Alexandria sowie die Insel der Kleopatra – bleiben jedoch verschollen.
Strände
Neben Kultururlaubern zieht Ägypten auch immer mehr Badeurlauber an. Berühmt sind insbesondere die Badeorte Sharm el-Sheikh im Süden des Sinai und Hurghada. Zahlreiche moderne Hotels laden hier zur Entspannung und zur Erfrischung im angenehm frischen Nass ein. Taucher kommen dabei insbesondere in Sharm el Sheikh auf ihre Kosten und können sich an einer atemberaubenden Unterwasserwelt erfreuen.
Natur
Vom fruchtbaren Nilgebiet muss man nur kurz abweichen, um in die trockenste Wüste vorzustoßen. Touren durch die Wüste – ob in Jeeps oder auf Wüstenschiffen – werden immer beliebter. Unterbrochen wird die Wüstenlandschaft immer wieder von kleinen grünen Oasen, von denen die berühmteste wohl die Oase Siwa ist, die in der Antike ein bedeutendes Orakel des Gottes Ammon beherbergte. Bei Wanderern besonders beliebt ist schließlich die Sinai-Halbinsel. Insbesondere der Katharinenberg bietet verschiedene Wandermöglichkeiten. Reizvoll ist aber auch der 2.285 Meter hohe Mosesberg, auf dem Moses die 10 Gebote empfangen haben soll.
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