Sehenswertes

Indonesien ist ein beliebtes Reiseziel für Strand- und Abenteuerurlauber. Dank der einzigartigen Landschaftsvielfalt und außergewöhnlichen Traditionen zählt der Inselstaat zu den beliebtesten Tourismuszielen der Welt. Die Küstenregionen mit traumhaften Buchten oder hohen Brandungswellen bieten sich zum Schwimmen und Tauchen oder zum Surfen an. Das Landesinnere hält riesige Urwälder, Vulkane, Seen oder exotische Tiere und Pflanzen bereit.
Sumatra, Java, Bali und Süd-Indonesien
Kultur
Monumentale Kulturdenkmäler finden sich z. B. in der riesigen buddhistischen Tempelanlage Borobudur auf Java, die sich in Form einer Pyramide aus vier Stockwerken und Galerien zusammensetzt und deren Reliefs die verschiedenen Leben des Buddha abbilden. Ebenfalls sehenswert sind die aus mehreren Türmen bestehende, hinduistische Tempelanlage Prambanan sowie der auf einer Hochebene gelegene Tempel von Dieng, die sich beide ebenfalls auf Java befinden.
Die javanischen Städte Yogyakarta, die mit Sehenswürdigkeiten wie dem Wasserschloss Taman Sari oder dem Sultanpalast Kraton lockt, und Solo (amtlich Surakarta) gelten als die attraktivsten des Südens. Hier kommen der in Indonesien hoch entwickelten Batikkunst und traditionellen Tänzen eine große Bedeutung zu.Das kulturelle Erbe Balis besteht ebenfalls in traditionellen Tänzen und Künsten. Besonders der Barong steht im Mittelpunkt der Tanzvorführungen, die in Südostasien weit verbreitet sind.
Auf der Insel Madura lässt sich beim Stierrennen Karan Sapi ein traditionelles Spektakel erleben. Dabei wird eine Art Metallgerüst zwischen zwei Stiere gespannt, auf das sich ein waghalsiger Jockey platziert und von den Stieren gezogen wird.
Natur
In Indonesien finden sich noch große Teile des spektakulären und einzigartigen Regenwaldes, der aufgrund seines Naturschutz-Status der Abholzung standhalten konnten und der seltene und gefährdete Tierarten wie den Nashornvögel, Sumatra-Elefanten oder Orang-Utans beheimatet. Insgesamt gibt es auf Indonesien rund 50 Nationalparks.
Das Landschaftsbild wird außerdem von den vielen Vulkanen und Seen vulkanischen Ursprungs geprägt und lädt zu ausgiebigen Wandertouren ein. Sehenswert ist z. B. der berühmte Toba-See im Norden Sumatras, der von schroffen Abhängen und Wasserfällen umgeben ist. Auf Bali wie auch auf den Kleinen Sundainseln befinden sich zahlreiche grüne Reisfelder, die zwischen den Vulkanen und dem Ozean terrassenförmig angelegt sind. Auf den Inseln Komodo und Rincha leben noch Exemplare einer prähistorischen Echsenart namens Varanus komodoenis, die etwa 3 m lang und 100 kg schwer werden und von den Dinosauriern abstammen.
Strände
Der Inselstaat hat eine Vielzahl an Strände aufzuweisen. Zum einen gibt es paradiesische Traumstrände mit sanften Wellen, zum andern gibt es wunderschöne Strände mit hohen Brandungswellen, die Surfer für sich entdeckt haben. Auf Bali zählen der Kuta Beach, der Legian Beach und Sanur zu den berühmtesten, aber auch sehr westlich geprägten Stränden. Weiße Sandstrände, eine tolle Surfküste sowie atemberaubende Korallenriffe finden sich auf der Insel Lombok. Von dort aus kann man auch einen Ausflug auf die vorgelagerten Gili Islands unternehmen, muss allerdings auf Ebbe und Flut sowie aufgrund des niedrigen Wasserstands beim Schwimmen auf die scharfen Korallen achten.
Borneo, Sulawesi, Molukken, West-Neuguinea und Nord-Indonesien
Kultur
Im Norden Indonesiens gibt es vereinzelt interessante, kulturelle Highlights. Dazu zählen auf Sulawesi unter anderem die auf Pfähle gebauten Tongkonan-Häuser, deren Dächer die Form eines Schiffsbugs haben. Sie gehören zum Stamm der Toraja, deren Siedlungen die ursprünglichsten des Landes sind. Lohnenswert ist auch ein Ausflug zum schwimmenden Markt nach Benjarmasin auf Kalimantan, dort bieten Händler in langen, schmalen Booten ihre Ware an.
Natur
Im Norden Indonesiens, auf der Insel Kalimantan finden sich zwei große Attraktionen: das große Urwaldgebiet und die beiden Flüsse Kapuas und Mahakam, die beide mit Einbaum-Kanus befahrbar sind. Im ebenfalls auf der Insel befindlichen Nationalpark Tanjung Puting lassen sich Pythons, Krokodile, Orang-Utans, Nasenaffen oder auch Nashornvögel bestaunen. Die Molukken, wegen der Muskatnuss und der Gewürznelke auch Gewürzinseln genannt, zählen zu den am wenigsten bekannten Orten Indonesiens, dort findet man eine noch unberührte Tropennatur vor.
Auf Sulawesi gibt es ein vielfältiges Landschaftsbild mit Reisfeldern, Orchideen oder fleischfressenden Pflanzen zu sehen. Lohnenswert für einen Ausflug sind außerdem der Nationalpark Lore Lindu, der Poso-See sowie die Togian Inseln, die Strände, Lagunen oder Unterwassertiere noch fern ab von Touristenmassen zu bieten haben. West-Neuguinea ist eins der ungewöhnlichsten Reiseziele Indonesiens, dort befinden sich anspruchsvolle Trekking- und Wanderstrecken für erfahrene Naturliebhaber, ferner kann man auf den Spuren der Papuas wandeln.
Strände
Ebenso wie im Süden gibt es auch im Norden wunderschöne Strände, die sich ebenso gut zum Schwimmen, Tauchen oder Surfen eignen. Neben Korallenriffen oder farbenfrohen Fischen kann man beim Tauchen mit viel Glück auch eine der riesigen Meeresschildkröten entdecken. Auch hier sind die Inseln mit reichen Urwaldteilen bewachsen und liegen inmitten von türkisfarbenem Meer und wolkenlosem Himmel. Zum Teil findet man auch steinige Küstenbereiche vor, die aber nicht minder schön sind und an denen eine rauere Brandung herrscht.
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