Sehenswertes

Der viertgrößte Inselstaat der Welt liegt östlich des asiatischen Kontinents. Aufgrund der weitgehend isolierten Insellage jenseits der wichtigen Handelswege bildete sich in Japan eine ganz individuelle Kultur heraus. Diese ist noch bis heute Kernelement der japanischen Werteordnung.
Die einzigartige japanische Kultur ist von charakteristischen Kontrasten geprägt, die sich aus uralten Traditionen und dem modernen Lebensstil ergeben. Hochmoderne Metropolen, wie Tokio und Osaka faszinieren ebenso wie die Vielfalt der Schreine und Tempel.
Die wichtigsten Religionen in Japan sind der Shintō und der Buddhismus. Die meisten Japaner gehören diesen beiden Glaubensrichtungen an. Während der Buddhismus Japan erst im 5. oder 6. Jahrhundert erreichte, bildete sich der Shintoismus („Weg der Götter“) aus der japanischen Urreligion heraus. Noch heute ist die Verwurzelung des Shintoismus überall in Japan an diversen Shintō-Schreinen zu erkennen.
Die besondere Kultur und Gastfreundschaft der japanischen Gesellschaft, zieht Urlauber aus der ganzen Welt in das Land der aufgehenden Sonne.
Tokio
Das Hauptballungsgebiet Japans ist die gigantische Metropole Tokio (auch: Tokyo). Das Stadtbild Tokios wird von überwiegend moderner Architektur und einem quirligen Lebensstil geprägt. Dennoch gibt es auch viele traditionelle Bauwerke, wie beispielsweise den Kaiserpalast. In unzähligen Museen werden den Besuchern Informationen zur Stadtgeschichte und weiteren interessanten Themen präsentiert. Ein bekanntes Museum ist das Edo-Tokio. Dort kann man sich anhand von Ausstellungen und Filmdokumentationen über die Geschichte und Kultur der Stadt informieren.
Das geografische Zentrum Tokios bildet die Residenz des Tennō, des japanischen Kaisers. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts halten die japanischen Kaiser hier Hof. Die Parkanlage des Kaiserpalastes ist frei begehbar und überzeugt besonders im Frühling mit einer ausgefallenen Pflanzenvegetation. Das Innere des Bauwerkes ist nur an zwei Tagen im Jahr (23. Dezember und 2. Januar) zur Besichtigung geöffnet.Schließlich bietet Tokio auch allerhand Aktivitätsmöglichkeiten, die mit anderen Weltstädten vergleichbar sind.
Großstadtfans werden sich jedenfalls in der größten Metropolregion der Erde wohlfühlen.
Kyoto
Während der schrecklichen Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs wurde fast jede Großstadt Japans in Mitleidenschaft gezogen – Kyoto verschonte man jedoch aufgrund seiner kulturellen Bedeutung. Deshalb gilt Kyoto heute nicht nur als besterhaltene Stadt Japans, sondern auch als das Kulturzentrum des Inselstaats. Kyoto verfügt derzeit über insgesamt 1.600 buddhistische Tempel, etwa 400 Shintō-Schreine, diverse Paläste (darunter auch den ehemaligen Kaiserpalast) und Gärten. Insgesamt 14 der geistlichen Bauwerke wurden mittlerweile zu einem UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. In etlichen Museen können sich Besucher über die geschichtliche Tradition Kyotos informieren.
Aufgrund seines kulturellen Angebots gilt Kyoto heute als beliebtestes Touristenziel Japans.
Natur & Strände
Japan überzeugt jedoch nicht nur mit kulturellen Sehenswürdigkeiten, sondern auch mit einer vielfältigen Natur. Da sich das kulturelle Leben auf nur etwa 20 % der Landmasse beschränkt, bietet der Inselstaat große Flächen ursprünglicher Landschaften. Geprägt werden diese von einer mächtigen Gebirgskette, die sich durch den japanischen Archipel zieht und etwa zwei Drittel der Landmasse ausmachen. Ein besonders beeindruckendes Berggebiet ist der Vulkan Mount Fuji. Der Berg liegt etwa 3.776 Meter über dem Meeresspiegel und zählt heute zu den beliebtesten Touristenzielen des Inselstaates.
Japan bietet insgesamt 28 Nationalparks, 55 Quasi-Nationalparks und über 300 Präfektur-Nationalparks. Der größte ist der Daisetsuzan-Nationalpark, welcher aus drei Vulkangruppen besteht. Die „Großen verschneiten Berge“  bestechen mit einer faszinierenden und ursprünglichen Umgebung.
Das Land der aufgehenden Sonne bietet aufgrund der geografischen Lage eine Unmenge an Stränden. Dabei gibt es touristisch frequentierte Buchten, wie beispielsweise in Tokio, oder ruhiger Strände, wie beispielsweise in Kamakura. Aufpassen sollte man jedenfalls wegen der oftmals stürmischen See. Weiterhin empfiehlt es sich, nur bewachte Strandabschnitte zu besuchen.
Ein durchaus herausragender Strand ist der Kujūkuri Beach an der Ostküste der japanischen Hauptinsel. Der zweitlängste Strand Japans ist etwa 60 Kilometer von Tokio entfernt und bei Badeurlaubern und Surfern beliebt.
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