Sehenswertes

Kulturelle Zentren wie Sydney und Melbourne gehören ebenso zu Australien wie die unendlichen Weiten des Outbacks. Wer die Einsamkeit der Natur sucht, kommt hier ebenso auf seine Kosten, wie begeisterte Wassersportler.
Kultur
Auch wenn mancher es glauben mag, Sydney ist nicht die Hauptstadt von Australien. Dennoch ist die Stadt an der Ostküste Australiens natürlich die Metropole schlechthin in Down Under. Weltberühmt ist das Opernhaus von Sydney mit seiner außergewöhnlichen Architektur. Doch auch darüber hinaus ist Sydney einen Besuch wert. Wer sich beispielsweise für die Kunstfertigkeit der Aborigines, der australischen Ureinwohner interessiert, wird hier im Kunstmuseum, der Art Gallery of New South Wales fündig. Theater befinden sich im Hafenviertel, wo sich auch Restaurants und Boutiquen aneinander reihen. Schließlich wartet Sydney gleich mit 2 eigenen grünen Lunge auf – dem Königlichen Botanischen Garten und dem Hyde Park. Doch erschöpft sich Australiens urbanes Leben nicht mit Sydney. Die zweite große Metropole des Landes ist das an der Südküste gelegene Melbourne. Der Austragungsort der Australian Open bietet Shopping Centers, Feinschmeckerrestaurants, vielfältige Ausstellungen und angesagte Clubs. Das ebenfalls an der Südküste gelegene Adelaide liegt in einer der bedeutendsten Weinregionen des Landes, dem Barossa Valley. Im Westen Australiens liegt schließlich Perth. Von hier aus ist man nicht nur schnell im Outback, sondern auch in kürzester Zeit in Fremantle. Das Städtchen im Meer bezaubert durch seine koloniale Architektur. Vor allem sind es jedoch die vielfältigen Wassersportmöglichkeiten, die zahlreiche Urlauber nach Perth locken. Eine ganz andere Erfahrung macht man dagegen im entlegenen Alice Springs. Mitten im Herzen Australiens liegt das kleine Wüstenstädtchen, das einst von Goldsuchern gegründet wurde und heute die einzige größere Niederlassung von Menschen im Outback ist.
Natur
Alice Springs ist zugleich auch der ideale Ausgangspunkt für Touren durch das Outback. Die unglaublichen, menschenleeren Weiten dieser Region mit ihren Büschen, Felsen und den vereinzelt anzutreffenden Farmen üben eine ganz eigene Faszination aus. Hier findet man auch den heiligen Berg der Aborigines, der australischen Ureinwohner – den Ayers Rock. Der knapp 350 Meter hohe Fels verfügt über einen Umfang von 9 Kilometern und ist damit der größte Monolith der Welt. Insbesondere in der Abenddämmerung, wenn er in leuchtendem Rot erstrahlt, stellt er einen atemberaubenden Anblick dar. Wer will, kann den roten Giganten auch besteigen. Dies verlangt allerdings eine entsprechende Geschicklichkeit und Fitness. Um sich nicht der Hitze der Wüste auszusetzen, beginnen Besteigungen des Ayers Rock außerdem in den frühen Morgenstunden. Ganz in der Nähe, nur 20 Kilometer entfernt – für australische Verhältnisse also wahrlich ein Katzensprung – befinden sich die Olga Mountains. Auf circa 35 Quadratkilometern erstrecken sich die 36 roten Felskuppen, die einen nicht minder beeindruckenden Anblick bieten. Beide Sehenswürdigkeiten – Ayers Rock und Olga Mountains – befinden sich im so genannten Red Centre, einer Landschaft, die durch ihre Namen gebenden roten Sanddünen geprägt ist. Verlässt man das Red Centre in Richtung Aidelaide, so kommt man auf dem Weg dorthin auch durch Coober Pedy. Das Erscheinungsbild der kleinen Ortschaft ist auch heute noch ganz geprägt von ihrer Stellung als inoffizielle „Opal-Hauptstadt der Welt“. Nirgendwo sonst werden auch heute noch so viele Opale gefördert, wie in dem kleinen Wüstennest.
Wie in einer anderen Welt kommt man sich dagegen im Nordosten Australiens vor. Regelrechte Regenwälder findet man hier vor. Verlässt man dieses Gebiet in Richtung Süden, so gelangt man zunächst ins Hunter Valley. Mehr als 120 Weingüter erzeugen hier den besten Wein des ganzen Landes. Südlich davon erstrecken sich die Blue Mountains im Rücken Sydneys nach Süden. Eukalyptuswälder, Canyons und Wasserfälle prägen das Erscheinungsbild der Bergregion. Jenseits des Meeres liegt schließlich Tasmanien. In den Nationalparks der Insel mit ihren Wäldern, Seen und Wasserfällen kommen Wanderer ganz auf ihre Kosten. Am anderen Ende Australiens, in dessen Nordwesten, liegt unter anderem der Kakadu-Nationalpark, in dem man neben diesen Vögeln auch Kängurus beobachten kann. Überhaupt ist es ja auch die Tierwelt, die viele Menschen nach Australien lockt, ist der Kontinente doch neben dem Känguru auch Heimat anderer außergewöhnlicher Tierarten wie dem Koalabär, dem Wallaby oder dem Schnabeltier.
Strände
Eine besondere Naturschönheit stellen die Küsten Australiens dar. Weltberühmt ist selbstverständlich das Great Barrier Reef an der Ostküste. Auf einer Länge von mehr als 2.500 Kilometern erstrecken sich hier Korallenriffe entlang und bieten insbesondere Tauchern großartige Anblicke. Doch auch wer nur schnorchelt kann sich an der farbenprächtigen Unterwasserwelt begeistern. Glasbodenschiffe ermöglichen es sogar, trockenen Fußes einen Blick auf die Meeresflora und -fauna zu werfen. Surfer kommen in Brisbane im Osten, in Melbourne im Süden oder natürlich in Perth im Westen voll auf ihre Kosten. Wunderschöne Strände gibt es allerdings auch bei Sydney und Adelaide.
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