Dessau

Die unscheinbare Stadt Dessau im östlichen Sachsen-Anhalt beherbergt gleich zwei Komplexe, die zum UNESCO-Kulturerbe zählen. Zum einen ist dies das 1925/26 errichtete Bauhausgebäude. Das Gebäude, nach Entwürfen von Walter Gropius erbaut, beherbergt heute die Stiftung Bauhaus Dessau. Der zweite Komplex ist das Gartenreich Dessau-Wörlitz.
Die aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammende Parkanlage orientiert sich an englischen Gärten und beherbergt mehrere Schlösser. Das zwischen 1752 und 1757 erbaute Rokoko-Schloss Mosigkau wurde wahrscheinlich nach Entwürfen des Architekten von Sanssouci erbaut. Insbesondere die Orangerie ist ein Besuchermagnet. Der Park Oranienbaum beherbergt heute den womöglich einzigen chinesischen Garten in ganz Deutschland. Im südlichen Seitenflügel von Schloss Oranienbaum befindet sich ein kleines Museum zur Geschichte des Schlosses.
Weitere Teile des Gartenreichs sind das Schloss Georgium samt Georgengarten und Schloss und Park Luisium. Die in der Elbaue gelegene Wörlitzer Gartenanlage bildet den Kern des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches. Kleinarchitekturen, Gehölzpflanzungen und Plastiken strukturieren den Garten. Dem Grundgedanken, das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden, ist es geschuldet, dass weite Teile des Gartens landwirtschaftlich genutzt werden.
Ein besonderes Erlebnis ist eine Gondelfahrt durch die Kanäle und über die Wasserflächen des Gartens. Die jüngste Anlage des Gartenreiches ist der Landschaftsgarten Großkühnau. Dessen Mittelpunkt bildet das Weinberghaus, von wo aus man einen wunderschönen Blick auf den Kühnauer See hat.
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