Wittenberg & Eisleben

Die beiden Lutherstädte Wittenberg und Eisleben gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. Bis heute stehen sie ganz im Bann des Reformators.
Wittenberg
Das berühmteste Bauwerk Wittenbergs ist die Schlosskirche der Stadt. Hier schlug Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Tür des Haupteingangs. Mit Luther selbst und Philipp Melanchthon sind gleich zwei bedeutende Reformatoren in ihren Mauern begraben. Auf beider Spuren kann man auch noch in weiteren Bauwerken wandeln, so im Luther- und im Melanchthonhaus.
Ersteres war ursprünglich ein Augustinerkloster, dann Luthers Wohnhaus und ist heute das größte Museum zur Reformation weltweit. Letzteres war über Jahrzehnte hinweg die Wohnung des großen Humanisten. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die Hundertwasserschule, die Cranachhöfe sowie die Stadtkirche, in der Luther einst predigte.
Eisleben
In der Heimatstadt Luthers kann man noch heute das Geburtshaus des berühmtesten Sohnes der Stadt besichtigen. Und noch weitere Gebäude stehen für bedeutende Marksteine im Leben des Reformators. In der St.-Petri-Pauli-Kirche wurde er getauft, in der St.-Andreas-Kirche hielt er 62 Jahre später seine vier letzten Predigten, eher er in seiner Geburtsstadt starb. Das Sterbehaus Luthers, in dem man heute eine Ausstellung besichtigen kann, ist kurioserweise nicht das Gebäude, in dem Luther tatsächlich starb.
Wie sich nach dem Kauf des Gebäudes durch die Stadt und der Einrichtung einer Gedenkstätte herausstellte, war Luther in einem anderen Gebäude gestorben. In diesem befindet sich heute das »Hotel Graf Mansfeld«. Mit einem Lutherdenkmal und einem Lutherweg wird das Gedenken an den Reformator abgeschlossen.
  • close
  • GEQUO Reisemagazin

    La Palma – »Lotus Pyranthus«

    La Palma – »Lotus Pyranthus«

    Erst vor wenigen Jahren wurde auf La Palma eine neue Pflanzenart entdeckt – der Lotus Pyranthus. Es handelt sich dabei um einen Inselendemiten, also um eine Pflanze, die ausschließlich auf La Palma vorkommt – und selbst dort wächst sie nur noch in drei kleinen Gebieten.

    La Gomera – Die Pfeifsprache »El Silbo«

    La Gomera – Die Pfeifsprache »El Silbo«

    Wie verständigt man sich über große Entfernungen, wenn es weder Telefon noch Internet gibt, keine Infrastruktur vorhanden ist und der Fußweg beschwerlich und aufwändig ist? Unwegsame Schluchten, dichte Urwälder und schroffe Felsen erschwerten die Kommunikation zwischen verschiedenen Orten bis hin zur Unmöglichkeit. El Silbo hieß die Lösung...

    El Hierro – Zeugen der Vergangenheit

    Los Letreros

    Die in Lavafels geritzten Zeichen Los Letreros und der alte Versammlungsplatz El Tagoror sind die hervorstechenden Relikte der, Bimbaches genannten, Ureinwohner El Hierros. Beide Fundstätten liegen in einem unbewohnten, baumlosen Gebiet, dem Steilhang von El Julán im Süden El Hierros.

    Lanzarote – Die Geschichte des Salzes

    Salinas del Janubio

    Heutzutage erfüllen die Meerwassersalinen der Kanaren überwiegend touristische Zwecke. Die meisten der Anlage sind mittlerweile inaktiv, bestechen aber trotzdem mit einer skurrilen Optik