Essen & Trinken

Das wohl berühmteste Gericht aus Rheinland-Pfalz verdankt seine Bekanntheit der Vorliebe Helmut Kohls für diese Speise: der Pfälzer Saumagen. Ob Schlachtplatte, Leberknödel, Sauerkraut oder Fleischklöße – auch sonst mögen es die Rheinland-Pfälzer deftig. Wie in vielen anderen deutschen Weinanbauregionen genießt auch in Rheinland-Pfalz der Zwiebelkuchen eine große Popularität. Weitere Speisen sind beispielsweise Ochsenbrust mit Meerrettichsoße, Dampfnudeln mit Weinsauce oder eingemachtes Kalbfleisch. Eine Spezialität aus den Gewässern der Mosel ist Hecht mit cremiger Käsesoße.
Weine aus Rheinland-Pfalz
Gleich sechs Weinanbaugebiete liegen in Rheinland-Pfalz: Rheinhessen, die Pfalz, der Mittelrhein, die Mosel, die Nahe und die Ahr.
Rheinhessen ist mit 26.000 Hektar Rebfläche das größte Weinanbaugebiet Deutschlands. Schon seit der Römerzeit wird in der Region zwischen Alzey, Worms, Mainz und Bingen Wein angebaut. Durch die im Westen gelegenen Gebirgszüge befindet sich die Region in einer klimatisch günstigen Lage. Geringe Niederschlagsmengen, warme Sommer und milde Winter bilden hervorragende Bedingungen für den Weinanbau. Unter den Weißweinen sind es vor allem der Riesling und der Silvaner, die hier angebaut werden, aber auch der Burgunder genießt einen guten Ruf. Zuletzt hat sich darüber hinaus der Einfluss roter Rebsorten deutlich erhöht. Insbesondere Dornfelder wird zunehmend angebaut. Die seit fast 20 Jahren bestehende Selection Rheinhessen bietet alljährlich eine besondere Auswahl feiner trockener Weine.
Mit 23.000 Hektar Anbaufläche ist die Pfalz die zweitgrößte Weinanbauregion Deutschlands. Das Anbaugebiet gliedert sich in die Bereiche Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße und Südliche Weinstraße. Neben Riesling werden vor allem Weiß- und Grauburgunder sowie – in geringerem Ausmaß – Silvaner, Müller-Thurgau, Gewürztraminer und Kerner angebaut. In der Zeit der Weinlese wird außerdem gerne Neuer Wein (gegorener Traubensaft) getrunken.
Das Weinanbaugebiet am Mittelrhein erstreckt sich über mehr als 100 Kilometer. Die reine Anbaufläche beträgt dabei allerdings lediglich 460 Hektar. 70 Prozent der Anbaufläche für Weißweinreben bedeckt der Riesling. Weitere Reben sind Müller-Thurgau, Kerner und Burgunder. Bei den roten Rebsorten dominiert der Spätburgunder.
Die Weinanbaufläche an der Mosel ist mit 9.000 Hektar fast zwanzigmal so groß wie im Rheintal. Hier wachsen vor allem Riesling, Rivaner und Silvaner. Daneben werden hier aber auch Burgunder, Kerner und Dornfelder angebaut. Die Böden sorgen hier für hochmineralische Weine.
Schon seit der Zeit der Römer wurde im Gebiet der Nahe und ihrer Nebenflüsse Wein angebaut. Die hier am häufigsten angebaute Rebsorte ist der Riesling. Weitere Rebsorten sind unter anderem Rivaner, Silvaner, Burgunder, Kerner und Dornfelder. Das Weinanbaugebiet ist durch eine große Vielfalt der Böden geprägt. Es gibt hier Lehm-, Löss- sowie Porphyrboden, daneben Schiefergestein. Das Zentrum der Region ist Bad Kreuznach, weitere Orte sind Bad Münster am Stein und Bad Sobernheim. Neben der Naheweinstraße führt auch der Naheradweg durch die Region. Schließlich gibt es auch noch den 100 Kilometer langen »Weinwanderweg Rhein-Nahe«.
Ebenfalls bereits seit der Römerzeit wird im Ahrtal im Norden von Rheinland-Pfalz Wein angebaut. Die Spezialität der Rotwein-Region zwischen Koblenz und Bonn sind Spät- und Frühburgunder. Durch die Eifel wird dDie Region vor zu viel Regen geschützt. Die Veranstaltungssaison in diesem Weinanbaugebiet beginnt bereits im Januar mit einer Gala.
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