Sehenswertes

Sonne, Strand und Meer, Akropolis, Delphi, Olympia – so könnte man kurz zusammenfassen, was Griechenland zu einem der beliebtesten Reiseziel in Europa gemacht hat. Insbesondere die Inseln der Ägäis, allen voran die Kykladen mit Mykonos, Santorin und Naxos, aber auch Kreta sind beliebte Ziele für Badeurlauber. Azurblaues Meer, helle Sandstrände und weiß getünchte Häuser haben das Griechenland-Bild ganzer Generationen von Urlauber nachhaltig geprägt.
Das südliche Festland
Doch wie schon angedeutet, Griechenland ist natürlich nicht nur Sonne, Meer und Badespaß. Das Land im Südosten Europas ist vor allem auch die Wiege der abendländischen Kultur. Architektonisch kommt dies an vielen Stätten zum Ausdruck, besonders bekannt sind natürlich die Akropolis in Athen mit den Propyläen und dem Parthenon. Doch auch außerhalb Athens ist das antike Erbe zahlreich. So kann man in Olympia mit der gewaltigen Zeus-Statue des Phidias, der auch das Parthenon schuf, noch heute eines der 7 Weltwunder bestaunen. Doch auch ohne die Statue ist das Gelände der antiken Olympischen Spiele natürlich ein geschichtsträchtiger Ort ohnegleichen. Weitere antike Klassiker wären zum Beispiel das Apollo-Heiligtum von Delphi, das bedeutendste Orakel des Altertums oder die gewaltigen Befestigungsanlagen von Mykene. Korinth wartet unter anderem mit seinem Burgberg, der Akrokrorinth, auf. Die Kykladeninsel Delos ist Heimat des nach Delphi zweiten großen Apollo-Heiligtums der Antike.
Kreta
Auch Kreta ist nicht nur etwas für Badeurlauber. Hier herrschte einst der sagenumwobene König Minos und hier trieb auch der Minotaurus sein schauriges Unwesen. Heute zeugt noch der Palast von Knossos von der einstigen Größe der mehr als 3.000 Jahre alten minoischen Kultur. Neben Knossos der zweite bedeutende minoische Ort ist Phaistos. Das dortige Herakleion-Museum bietet eine einzigartige Ausstellung zur minoischen Kultur.
Rhodos
Eine historische Hinterlassenschaft aus jüngerer Zeit ziert Rhodos. Die Heimat des einstigen Koloss von Rhodos – ebenfalls eines der 7 Weltwunder, das allerdings, im Gegensatz zur Zeus-Statue von Olympia schon lange zerstört ist – war zugleich eine zeitlang Heimat des Johanniterordens. Als die Osmanen die Insel eroberten, mussten sie schließlich nach Westen ausweichen und zogen sich nach Malta zurück, wo sie schließlich zum Malteserorden wurden. Doch noch heute ist die Insel geprägt von ihrem erbe. Zu diesem gehören nicht nur die gewaltigen Befestigungsanlagen, mit dem sie den Türken lange stand gehalten hatten, sondern auch der Großmeisterpalast und die „Herbergen“, die Häuser des Ordens.
Athos
Zweifellos reizvoll, aber für die meisten unerreichbar, ist die Mönchsrepublik Athos. Frauen ist der Zutritt auf den Berg strengstens verboten und auch männliche Touristen werden nur äußerst selten die Gelegenheit bekommen, sich das die orthodoxen Mönche einmal aus der Nähe anzuschauen. Eine Alternative stellen vielleicht die Meteora-Klöster in Thessalien dar. Es handelt sich hierbei um 7 Klöster, die auf spitzen Felsnadeln über dem unter ihnen liegenden Tal thronen.
Der Norden
Insgesamt ist der Norden Griechenlands weniger stark vom Tourismus geprägt. Dennoch ist die raue Landschaft mit ihren teils steilen Schluchten ein reizvolles Wandergebiet und wer den Olymp besteigt, trifft auf dessen Gipfel vielleicht tatsächlich auf Zeus und Athene. Darüber hinaus gibt es hier, beispielsweise in Thessaloniki oder auf Euböa, auch zahlreiche Kirchen und Klöster mit Kunst aus byzantinischer Zeit.
Das Ionische Meer
Im Ionischen Meer befinden sich schließlich die gleichnamigen Inseln, unter denen sicherlich Korfu die interessanteste ist. Im dortigen archäologischen Museum wird unter anderem auch das Haupt der Gorgo gezeigt. Dieses stammt aus dem ebenfalls auf Korfu zu findenden Tempel der Artemis.
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