Siena

Die Altstadt der auf einem Hügel gelegenen Kleinstadt Siena gehört seit 1995 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt noch im Mittelalter. So kommt es, dass das Schlendern durch Siena regelrecht einer Zeitreise gleichkommt.
Zwischen den dicht an dicht stehenden Gebäuden im romanischen und gotischen Stil schlängeln sich die engen Gassen aus Kopfsteinpflaster ohne Bürgersteige hindurch. Dies hat allerdings auch seine Vorteile: Autos fahren hier keine, Motorräder dürfen nur eingeschränkt fahren.
In der Mitte der Stadt erhebt sich der riesige Campanile, der Glockenturm, über die Piazza del Campo, eine der am besten erhaltenen gotischen Piazzas ganz Italiens. Der Glockenturm gehört zum Palazzo Pubblico, einem gotischen Bau, der zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichtet wurde und im Inneren mit Fresken geschmückt ist. An die Piazza del Campo schließt sich der aus dem 15. Jahrhundert stammende Renaissance-Palast Palazzo Piccolomini an.
Ein weiteres beeindruckendes Bauwerk ist der Dom von Siena. Schwarzer und weißer Marmor prägen das Innere des gotischen Doms. Vollständig aus weißem Marmor ist die Kanzel gefertigt. An die Nordflanke des Doms schließt sich der aus dem 18. Jahrhundert stammende Palast des Erzbischofs an.
Weitere Paläste sind unter anderem der Palazzo Buonsignori, der Palazzo Piccolo delle Papesse und der Palazzo Chigi-Saracini. In ersterem befindet sich heute die Pinacoteca Nazionale, in der Gemälde aus der Zeit zwischen dem 12. und 16 Jahrhundert ausgestellt werden. Schließlich kann man in Siena natürlich auch noch das Geburtshaus der berühmtesten Tochter der Stadt besichtigen: die Casa di Santa Caterina, das Haus der heiligen Katharina von Siena.
In der Provinz Siena liegt außerdem das Dorf San Gimignano. Seit 1990 gehört der historische Kern des Dorfes aufgrund seiner gut erhaltenen mittelalterlichen Bauweise zum Weltkulturerbe der UNESCO. Von den 14 Türmen in dem kleinen Dorf sind einige mehr als 50 Meter hoch.
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