Sardinien

Sardinien

Sardinien (Sardegna) ist nur etwas kleiner als Sizilien und damit die zweitgrößte Insel des Mittelmeeres. Das nur wenig besiedelte Inselinnere wird von schroffen Gebirgszügen beherrscht. Die höchste unter ihnen ist das Gennargentu-Massiv. Neben den waldarmen Gebirgsregionen findet man im Inselinneren aber auch Korkeichenwälder, feuchte Ebenen und landwirtschaftlich genutzte Flächen.
In letzter Zeit wurden die Infrastruktur und die touristischen Einrichtungen auf der Insel erweitert. Das Haupttourismusgebiet ist die im Norden gelegene Costa Smeralada, doch auch die Westküste in der Nähe von Alghero zieht Touristen an.
Die Sarden sprechen größtenteils Sardisch, eine romanische Sprache, die näher am Latein geblieben ist als das heutige Italienisch. In der Region um Alghero wird darüber hinaus auch noch ein katalanischer Dialekt gesprochen, Überbleibsel der wechselvollen Geschichte der Insel.
Hauptstadt Sardiniens ist Cagliari. Die in einem sumpfigen Tal im Inselsüden gelegene Stadt wurde von den Phöniziern gegründet und später von den Römern unter dem Namen Carales ausgebaut. Das relativ zentral an den Ausläufern des Bergmassivs gelegene Nuoro ist ein guter Ausgangspunkt für Streifzüge durch das Landesinnere. Am Rande der Costa Smeralda liegt Olbia. Die Stadt ist der Endpunkt der Autofähren nach Sardinien.
Anders als Sizilien ist Sardinien weniger für sein Erbe aus der klassischen Antike als für die Hinterlassenschaften der Bronzezeit bekannt, auf die man an vielen Orten auf der Insel stößt. Die kreisrunden oder auch kegelförmigen Nuraghen, Turmbauten aus dem 2. Jahrtausend v. Chr., dürften wohl die bekanntesten Sehenswürdigkeiten aus jener Zeit sein. Die am besten erhaltene Anlage ist Nuraghe Su Nuraxi in der Nähe des Ortes Barumini.
Zu den reizvollsten Badeorten zählen Santa Margherita di Pula, Alghero, Santa Teresa, Porto Cervo und Capo Boi. Einen schönen Badeurlaub verspricht schließlich auch die nordöstlich Sardiniens gelegene Insel La Maddalena.
  • close
  • GEQUO Reisemagazin

    La Palma – »Lotus Pyranthus«

    La Palma – »Lotus Pyranthus«

    Erst vor wenigen Jahren wurde auf La Palma eine neue Pflanzenart entdeckt – der Lotus Pyranthus. Es handelt sich dabei um einen Inselendemiten, also um eine Pflanze, die ausschließlich auf La Palma vorkommt – und selbst dort wächst sie nur noch in drei kleinen Gebieten.

    La Gomera – Die Pfeifsprache »El Silbo«

    La Gomera – Die Pfeifsprache »El Silbo«

    Wie verständigt man sich über große Entfernungen, wenn es weder Telefon noch Internet gibt, keine Infrastruktur vorhanden ist und der Fußweg beschwerlich und aufwändig ist? Unwegsame Schluchten, dichte Urwälder und schroffe Felsen erschwerten die Kommunikation zwischen verschiedenen Orten bis hin zur Unmöglichkeit. El Silbo hieß die Lösung...

    El Hierro – Zeugen der Vergangenheit

    Los Letreros

    Die in Lavafels geritzten Zeichen Los Letreros und der alte Versammlungsplatz El Tagoror sind die hervorstechenden Relikte der, Bimbaches genannten, Ureinwohner El Hierros. Beide Fundstätten liegen in einem unbewohnten, baumlosen Gebiet, dem Steilhang von El Julán im Süden El Hierros.

    Lanzarote – Die Geschichte des Salzes

    Salinas del Janubio

    Heutzutage erfüllen die Meerwassersalinen der Kanaren überwiegend touristische Zwecke. Die meisten der Anlage sind mittlerweile inaktiv, bestechen aber trotzdem mit einer skurrilen Optik