Erforderliche Impfungen

In manchen Teichen und Flüssen, vorwiegend im Südosten an der syrischen Grenze, kommen Bilharziose-Erreger vor. Schwimmen und Waten in den Binnengewässern vor Ort sollte daher vermieden werden. Gepflegte Schwimmbecken, die mit gechlortem Wasser befüllt sind, gelten hingegen als unbedenklich.
Das Infektionsrisiko für Hepatitis A wird landesweit als hoch eingestuft. Weiterhin besteht ein mittleres Risiko für Hepatitis B.
Eine Hepatitis A-Schutzimpfung ist generell zu empfehlen, die Hepatitis B-Schutzimpfung sollte vor allem bei längeren Aufenthalten und bei engem Kontakt mit Einheimischen sowie Kindern und Jugendlichen erfolgen.
HIV/Aids gilt als Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Unsaubere Spritzen, Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Risiko bergen, ebenso wie ungeschützte Sexualkontakte. Auch bei Tätowierungen und Piercings besteht ein grundsätzliches Risiko.
Hauptsächlich in ländlichen Gebieten tauchen im Sommer Erreger des Krim-Kongo-Fiebers auf, welche von Zecken übertragen werden. Daher ist es wichtig, sich vor Zeckenbissen zu schützen. Socken, lange Hosen und Hemden sind bei Wanderungen durch Gras oder Unterholz dringend anzuraten. Eine Schutzimpfung gibt es nicht.
Leishmaniose kommt vereinzelt im Süden vor. Den besten Schutz vor der durch Schmetterlingsmücken übertragenen Krankheit bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Landesweit wird Tollwut von Hunden, Katzen, Waldtieren und Fledermäusen übertragen. Rucksackreisenden, Kindern sowie beruflichen Risikogruppen wird daher ebenso eine Impfung empfohlen, wie Gästen, die einen längeren Aufenthalt planen.
Bisswunden sollten in jedem Fall so schnell wie möglich durch einen Arzt versorgt werden.
Auch eine Typhusimpfung ist Rucksackreisenden und Gästen, die einen längeren Aufenthalt planen, zu empfehlen.
In den Sommermonaten, etwa von Mai bis Oktober, besteht in südöstlichen Landesteilen, hauptsächlich entlang der Grenzregionen zu Syrien und Irak ein geringes bis mittleres Malariarisiko. Es handelt sich allerdings um die weniger gefährliche Version »Plasmodium vivax«.
In den Touristenzentren im Westen und Südwesten besteht keine Ansteckungsgefahr.
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